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Implantate

Implantate sind „künstliche Zahnwurzeln“ aus verträglichen (biokompatiblen) Materialien wie Titan oder Zirkonoxid. Sie werden in den Kiefer eingesetzt, verwachsen mit dem Knochen und verankern so den darauf angebrachten Zahnersatz, der im Mund sichtbar ist (Krone/Brücken, Prothesen).

Vorgehensweise, Art und Anzahl der Implantatversorgung bedürfen einer genauen Voruntersuchung und Planung. Risikoerkrankungen und das Vorhandensein eines ausreichenden Knochenbetts müssen abgeklärt sein.

Alle chirurgischen Eingriffe können unter lokaler Anästhesie durchgeführt werden.

Für Angstpatientinnen und Angstpatienten gibt es die Möglichkeit, sämtliche Behandlungen auch in Vollnarkose vorzunehmen.

Häufig gestellte Fragen

  • Ein Zahnimplantat ist eine künstliche Zahnwurzel aus Titan oder Keramik, die in den Kieferknochen eingesetzt wird. Darauf wird später eine Krone, Brücke oder Prothese befestigt.
  • Grundsätzlich für fast alle Erwachsenen mit:
    • ausreichendem Knochenangebot
    • guter Mundgesundheit
    • stabiler Allgemeingesundheit
    Rauchen, Diabetes oder Parodontitis sind Risikofaktoren, schließen Implantate aber nicht zwangsläufig aus.
  • Typischer Ablauf:
    1. Befund und Planung (inkl. 3D-Röntgen)
    2. Einsetzen des Implantats unter lokaler Betäubung
    3. Einheilzeit (6 Wochen–6 Monate, je nach Situation)
    4. Freilegung und Abdrucknahme
    5. Befestigung der Krone oder des Zahnersatzes
    Oft verläuft Parodontitis lange schmerzlos, weshalb regelmäßige Kontrollen wichtig sind.
  • Während des Eingriffs ist man gut betäubt. Danach können Schwellungen oder leichte Schmerzen auftreten, die in der Regel mit üblichen Schmerzmitteln beherrschbar sind.
  • Bei guter Pflege halten viele Implantate ein Leben lang. Voraussetzung: regelmäßige Kontrollen und professionelle Zahnreinigungen.
  • Die Kosten variieren stark, abhängig von:
    • Implantat-Material
    • Knochenaufbau notwendig oder nicht
    • Zahnersatz (Krone, Brücke)
    • Praxis und Region
    Typische Gesamtpreise pro Implantat (DACH-Raum): 2.000–4.500 €.
  • Nur wenn zu wenig Knochen vorhanden ist. Häufige Verfahren:
    • Knochenersatzmaterial
    • Sinuslift (Oberkiefer)
    • Eigenknochen-Transplantate
  • Ja, selten:
    • Infektionen
    • Abstoßungsreaktionen (selten)
    • Schäden an Nerven oder Nachbarzähnen
    • nicht ausreichende Einheilung
      • Periimplantitis (Entzündung um das Implantat)
      Regelmäßige Nachsorge und gute Mundhygiene reduziert das Risiko deutlich.
  • Ja, aber nur nach stabiler Behandlung der Parodontitis. Patienten mit unbehandelter Parodontitis haben ein hohes Risiko für Periimplantitis.
    • Gründliches Zähneputzen (2× täglich)
    • Reinigung der Zwischenräume (Interdentalbürsten, Superfloss)
    • Professionelle Implantatreinigung 2–4× pro Jahr
    • Rauchstopp (drastisch geringeres Risiko für Komplikationen)
  • Optisch und funktionell kaum. Beim Kauen fühlen sich Implantate sehr natürlich an, da die Krone fest verankert ist.
  • Meist kann nach Abheilung ein neues Implantat gesetzt werden. Alternativ: Brücken oder Prothesen.